Oldenburg in Holstein


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Giftpflanzen - schön aber gefährlich

Menschen wissen, was sie essen dürfen. Tiere meist auch, aber eben nicht immer. Exotische Zimmerpflanzen können für Vögel, Katzen und Nager zum Verhängnis werden. Bei diesen eingeführten Pflanzenarten versagt ihr Instinkt. Schon geringe Mengen genügen, um Vergiftungen auszulösen. So sind der Rittersporn, die Prachtlilie, die Becherprimmel oder auch das Korallenbäumchen hochgiftig für unsere Haustiere. Bei der Wohnungseinrichtung sollte in Haushalten mit Tieren auf diese Arten verzichtet werden.

Mögliche Symptome einer Vergiftung: Zunächst treten meist vermehrt Speichelfluss und Durchfälle auf. Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen und Muskelzittern können folgen. Ohne Behandlung kann es zum Atemstillstand kommen. Daher sollte baldmöglichst ein Tierazt aufgesucht werden. Am besten man bringt die Pflaze die im Verdacht steht, die Vergiftung ausgelöst zu haben, mit in die Praxis. Doch auch Pferdebesitzer sollten aufmerksam sein. Beweidete Flächen müssen sorgsam von Giftpflanzen befreit werden. Pferde und Ponys reagieren besonders empfindlich auf toxische Substanzen. Eibe, Hahnenfuss und Jakobs-Greiskraut sind nur wenige Beispiele der großen Gruppe der für diese Tiere gefährlichen Pflanzenarten. Frühes Mähen ist keine sichere Vorsichtsmaßnahme. Die giftigen Pflanzenarten müssen mit Wurzel entfernt werden. Das Toxin der Herbstzeitlosen verliert im Übrigen seine Wirkung auch beim Trocknen nicht. Daher kann auch Heu gefährlich sein und sollte nur von erfahrenen und vertauenswürdigen Bauern bezogen werden.

(Quelle: aktion tier e. V.)


Zeckenprophylaxe

Die Hochsaison der Zecken steht kurz bevor. Damit seigt auch wieder die Gefahr für Mensch und Tier, sich mit gefährlichen Krankheitserregern durch die gemeinen Parasiten zu infizieren. Doch wenigstens für die Tiere gibt es wirksame Schutzmaßnahmen. Der Mensch kann für sich nur indirekt vorsorgen.

Durch das Auftragen sogenannter Spot-on Präparate, die auf die Haut des Tieres geträufelt werden, kann man die Tiere wirksam vor Zecken schützen. Damit verringert sich aber auch die Gefahr für den Menschen, von einer Zecke gebissen zu werden. Denn wenn der Vierbeiner frei von diesen Parasiten ist, transportiert er sie auch nicht unfreiwillig bis nach Hause in die heimischen Wände.

Bevor sich die Zecke fest beißt, krabbelt sie nämlich häufig viele Stunden auf dem Wirtstier herum. Während dieses Zeitraumes wird sie oft abgeschüttelt und sucht sich in der Folge eifrig das nächste Opfer im Wohnraum sind das eben manchmal auch die menschlichen Bewohner.

Daher bedeutet eine gewissenhafte Prophylaxe gegen Zecken nicht nur Schutz für das Tier. Auch der Mensch kann sich so in größerer Sicherheit wiegen, nicht von den heimtückischen Krankheiten befallen zu werden, die diese Parasiten übertragen.

 

Frühlingsputz mit Augenmaß

Im Frühling beginnt in vielen Gärten die große Zeit des Aufräumens. Laubhaufen und Heckenschnitt werden weggeräumt, restliche, abgestorbene Pflanzen werden beseitigt und manch ein Reisighaufen soll (dort wo es erlaubt ist) dem Osterfeuer weichen, Beim Aufräumen ist aber Augenmaß notwendig, da Laub- und Reisighaufen bevorzugte Winterquartiere für viele Tiere sind.Nicht nur Igel nutzen diese Quartiere, sondern auch viele andere Nützlinge überwintern hier, beispielsweise Marienkäfer und Ohrenkneifer, die später im Jahr zur Reduzierung der Blattlauspopulation beitragen. Wenn wir den Frühlingsputz nicht übertreiben und im Garten auch mal einer wilden Ecke Bestandsschutz gewähren, können wir einfach auch viel Gutes für die Tierwelt in unserem Garten tun. Auch der leider völlig aus der Mode gekommene Komposthaufen kann nicht nur Vögeln zusätzliche Nahrung bieten, sondern ist unter anderem Quartier für die Larven von Marienkäfern und auch Larven des seltenen Nashornkäfers. Der Kompost bietet nicht nur Lebensraum, sondern stellt auch nach zwei Jahren wertvollste Gartenerde dar, die keine Energie für Abbau und Transport verbraucht und keine wertvollen Naturräume geschädigt hat, wie es z.B. beim Einsatz von Torf regelmäßig der Fall ist. Kompost ist also Klimaschutz durch Eigennutz.  

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